1.Schritte
Spielregeln
Turnierregeln

1. Schritte (Aufstellen, Fahren, Ziehen, Einsetzen, Abtragen)

 

Die Aufstellung

 

                                          Homeboard Rot

                                           Homeboard Weiß

 

(Die Aufstellung ist auch spiegelverkehrt möglich; die beiden Homeboards befinden sich dann auf der linken Bretthälfte.)

 

 

Die Fahrtrichtung

 

 

Die roten Steine laufen in gegengesetzter Richtung.

 

 

Das Ziehen

 

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Zwei Beispiele wie Weiß 5 und 3 ziehen könnte

 

 

Einsetzen

 

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Wird ein Stein geschlagen (nur einzelne Steine können geschlagen werden), kommt dieser Stein auf die Bar (Balken) und muss anschließend wieder in das Homeboard des Gegners eingesetzt werden.

 

 

Abtragen

 

 

rulfig5.png

 

Nachdem alle 15 Steine sich im eigenen Homeboard befinden, wird abgetragen. Ziehen innerhalb des Homeboards ist ebenfalls möglich.

 

 

Zur Veranschaulichung wird empfohlen, ein Show-Match zu verfolgen.

 

(Grafiken von gnu-Backgammon)

                                                                                                                      

 

Spielregeln

Backgammon wird von zwei Kontrahenten (Personen, Teams) gespielt.

Zu einem Spiel wird folgendes Material benötigt: 1 Backgammon-Brett, 2 x 15  Spielsteine in zwei verschiedenen Farben,
 2 x 2 Würfel, 1 Verdoppelungswürfel, 2 Würfelbecher.

Vor Beginn eines Matches besitzt jeder der beiden Kontrahenten die Möglichkeit, um die Plätze, die Steine, die Spielrichtung und die Würfel zu losen.

Zu Beginn eines weiteren Spieles im Match kann bei Wunsch eines Spielers die erneute Mischung der Würfel verlangt werden. Beim Auslosen gibt der Spieler, der dies verlangt, alle vier Würfel zusammen in einen Würfelbecher und wirft sie aus. Dann nimmt sich zuerst der Gegner einen Würfel, anschließend der Spieler, der sie geworfen hat, dann wieder der Gegner, und den letzten bekommt der Würfler.

Das Setzen der Steine richtet sich nach beiden, aus einem Würfelbecher geworfenen Würfel. Vor dem Wurf muss der Würfelbecher einwandfrei geschüttelt, nicht nur geschwenkt werden. Die Würfelbecher müssen sich während der ganzen Dauer eines Matches auf dem Tisch befinden.

Zur Eröffnung wirft jeder Spieler einen einzelnen Würfel. Bei gleicher Augenzahl ist ein weiterer Eröffnungswurf notwendig. Wer die höhere Augenzahl wirft, gewinnt die Eröffnung und setzt die Augen, die auf beiden Würfeln angezeigt sind. Danach würfeln die Spieler abwechselnd mit zwei Würfel.

Die beiden Würfel müssen zusammen geworfen werden und flach - nicht gekippt - auf der jeweiligen rechten Spielbretthälfte - nicht auf einem Spielstein - zur Rechten des Spielers liegen bleiben. Befindet sich ein Würfel auf einem Spielstein oder in einer Schräglage, müssen beide Würfel erneut geworfen werden.
Der Wurf ist ebenfalls zu wiederholen, wenn ein Würfel deutlich sichtbar vor dem anderen aus dem Becher fällt.

Berührt der am Zug befindliche Spieler einen Würfel, bevor beide Würfel vollständig zur Ruhe gekommen sind, so kann sein Gegner bestimmen, ob beide Würfel oder nur einer noch einmal gewürfelt werden muss. Kein Spieler darf würfeln, bevor sein Gegner die Würfel vom Brett gehoben hat. Ein Spieler, der zu früh würfelt, kann von seinem Gegner aufgefordert werden, den Wurf zu wiederholen; er darf nicht selber entscheiden, ob er noch einmal würfelt.

Ein Zug gilt als beendet, wenn der Spieler seine Steine gezogen hat und seine Würfel vom Brett hebt. Nimmt er sie auf, bevor er alle Augen, die er zu spielen berechtigt ist, gesetzt hat, dann hat der Gegner das Recht, ihm die restlichen Augen ausführen zu lassen oder sie ihm zu verweigern.

Sobald ein Spieler gewürfelt hat, gilt der vorangegangene Zug seines Gegners als endgültig. Dies gilt auch, wenn ein Spieler seinen Zug nicht komplett oder nicht korrekt ausgeführt hat.

Das Ziehen der Steine besteht aus einer (gegebenenfalls wiederholten) oder mehreren der folgenden Handlungen:
1. Ein Stein wird genau den beiden gewürfelten Augenzahlen entsprechend vorgerückt. 2. Ein Stein wird im Heimfeld des Gegners auf einem Punkt eingesetzt, der einer der gewürfelten Augenzahlen entspricht. 3. Ein Stein wird aus dem Heimfeld abgetragen, wenn kein anderer Stein mehr außerhalb des Heimfelds oder auf der Bar steht.

In der Phase des Abtragens kann ein Stein entweder von einem Punkt abgetragen werden, der genau einer der gewürfelten Augenzahlen entspricht, oder vom höchsten noch belegten Punkt, der kleiner ist als die angezeigte Augenzahl. Wird die Zahl eines freien Punktes geworfen, darf von einem niedrigeren Punkt kein Stein abgetragen werden, solange noch ein Stein auf einem höheren Punkt steht. Ein Spieler ist nicht gezwungen, einen Stein abzutragen, wenn er statt dessen auch im Heimfeld vorrücken kann.

Die Züge müssen mit einer Hand ausgeführt werden.

Solange die Würfel nicht vom Brett genommen werden, dürfen Züge rückgängig gemacht werden. Beim Ausprobieren von Zügen dürfen nicht mehr Augen gezogen werden, als gewürfelt worden sind.

Bei einem Pasch (beide Würfel dieselbe Augenzahl) muss die auf den Würfeln angezeigte Augenzahl viermal gesetzt werden.

Es müssen die Augenzahlen beider Würfel gesetzt werden, sofern dies möglich ist. Welche Zahl zuerst gespielt wird, ist gleichgültig. Wenn entweder die eine oder die andere Zahl gezogen werden kann, aber nicht beide zugleich, dann muss die höhere der gewürfelten Zahlen gezogen werden.

Ein Stein (oder mehrere) kann nicht gesetzt werden, wenn er bei diesem Zug auf einen Punkt zu stehen käme, der bereits von zwei oder mehreren gegnerischen Steinen besetzt ist.

Landet ein Stein (oder mehrere) auf einem Punkt, auf dem ein einzelner Stein des Gegners steht, dann wird dieser gegnerische Stein geschlagen und auf die Bar gestellt; er muss dann sofort wieder eingesetzt werden.

Ein Spieler, der einen Stein auf der Bar stehen hat, darf mit keinem anderen Stein ziehen, solange der auf der Bar stehende Stein nicht wieder eingesetzt ist.

Ein Fehler in der Aufstellung der Steine muss korrigiert werden, wenn einer der Spieler ihn bemerkt, bevor die zweite Runde des Spiels abgeschlossen ist.
Es liegt in der Verantwortung beider Spieler, sich darum zu kümmern, dass der Verdopplungswürfel zu Beginn des Spiels in der Mitte liegt. Im Falle eines Streits betreffend der Lage oder des Standes des Verdopplungswürfels wird zu jeder Zeit die Position, in der er liegt, als richtig anerkannt.
Augenscheinliche Unstimmigkeiten (z. B. wenn der Würfel mit der Augenzahl 8 in der Mitte liegt) werden von der Turnierleitung berichtigt.

Wenn ein Fehler beim Ziehen unterlaufen ist, kann jeder der beiden Spieler verlangen, dass er korrigiert wird, aber nur bevor der nächste Wurf ausgeführt ist, nicht mehr danach.
Wird während eines Spiels ein Stein außerhalb des Brettes gefunden, so hat der Gegner die Möglichkeit, den Stein auf die Bar zu legen, oder er kann vom betroffenen Spieler verlangen, dass dieser mit 14 Steinen weiterspielt.

Der Spieler, der zuerst alle seine Steine abgetragen hat, hat das Spiel gewonnen. Ein Gammon (zweifacher Sieg) ist dann errungen, wenn der Gegner noch keinen einzigen Stein abgetragen hat. Das Spiel zählt dann doppelt. Ein Backgammon (dreifacher Sieg) ist dann errungen, wenn der Gegner noch keinen einzigen Stein abtragen konnte und noch mindestens einen Stein im Heimfeld des Siegers oder auf der Bar stehen hat. Das Spiel zählt dann dreifach.

Jeder Spieler hat das Recht, als erster eine Verdoppelung des Spielwerts anzubieten. Danach wechselt das Recht des erneuten Verdoppelns und liegt immer bei dem Spieler, der die vorhergehende Verdoppelung akzeptiert hat.
Ein Spieler kann nur verdoppeln beziehungsweise erneut verdoppeln, wenn er mit dem Spielen an der Reihe ist und bevor er gewürfelt hat. Die Würfel gelten auch dann als geworfen, wenn sie unkorrekt zu liegen kommen und noch einmal geworfen werden müssen, um als korrekter Wurf zu gelten.

Das Angebot einer Verdoppelung kann angenommen oder abgelehnt werden. Bei Ablehnung ist das Spiel beendet und der ablehnende Spieler verliert mit der Punktzahl, die vor dem Verdoppelungsangebot aufgelegt war.

Der Spieler, der eine Verdoppelung anbieten will, legt den Verdoppelungswürfel (mit der entsprechenden Zahl nach oben) auf die gegnerische Spielhälfte. Entschließt sich der Spieler, der ein Verdoppelungsangebot erhält, die Verdoppelung zu akzeptieren, so nimmt er den Verdoppelungswürfel auf und legt ihn in das dafür vorgesehene Fach des Spielbretts auf seiner Seite.

Bei einem Gammon zählt die zuletzt aufgelegte Punktzahl doppelt, bei Backgammon dreifach.


Turnierregeln (Beispiel)

Die Turnierregeln variieren von Turnier zu Turnier. Es empfiehlt sich, vor Teilnahme bei einem Turnier sich über die Turnierregeln beim jeweiligen Veranstalter bzw. bei der Turnierleitung zu informieren.

Bei den meisten Turnieren wird nach den oben angegebenen Spielregeln gespielt.
Im Falle einer Streitigkeit ist die Entscheidung der Turnierleitung endgültig. Verletzt ein Spieler oder ein Zuschauer die Spiel- oder Turnierregeln, so kann er von der Turnierleitung vom Turnier ausgeschlossen werden.

Zuschauer haben während der Spiele absolute Ruhe einzuhalten. Zuschauern ist es untersagt, auf Spielfehler oder unkorrekt ausgeführte Züge hinzuweisen oder Bemerkungen zu den Spielen zu machen. In einem solchen Fall hat der betroffene Spieler das Recht, die Turnierleitung um eine Entscheidung zu bitten.

Jedes erwiesene Signalisieren zwischen Spieler und Zuschauer führt zur sofortigen Disqualifikation beider und zum Verlust aller Preisgelder sowie aller weiteren Einsätze.

Jeder Spieler hat das Recht zu verlangen, dass Zuschauer den Spieltisch verlassen. Er ist nicht verpflichtet, hierfür einen Grund anzugeben.

Gibt ein Spieler ein Match versehentlich auf, auch wenn sein Gegner die erforderliche Punktzahl nicht erreicht hat, so wird dieses Zugeständnis als endgültig betrachtet, sobald der Name des Gewinners offiziell auf dem Turnierraster eingetragen ist. Die Ergebnisse der Spiele müssen von beiden Spielern nach jedem Spiel und während des ganzen Matches notiert werden. Bei Streitigkeiten, die die Spielergebnisse betreffen, wird gegen den Spieler entschieden, der die Ergebnisse nicht mitnotiert hat.

Während eines Matches sind mechanische oder elektronische Hilfen jeder Art verboten. Es ist auch nicht zulässig, während eines Turniermatches einen Walkman oder dergleichen zu tragen. Weiters ist es nicht gestattet, während eines Matches andere Notizen zu machen, als den Spielstand festzuhalten; will einer der Spieler eine Spielsituation zwecks späterer Analyse notieren, muss er den Gegner um Erlaubnis bitten.

Wer während eines Matches irgendwelche Unterlagen, die Backgammon betreffen (Wahrscheinlichkeitstabellen, Match-Equity-Tabellen oder ähnliches), konsultiert, wird von der Turnierleitung vom Turnier disqualifiziert und gilt als Verlierer des Matches. Mit dem Ausschluss aus dem Turnier erlöschen auch alle Ansprüche auf Preisgelder.

Die Turnierleitung behält sich das Recht vor, jedem Spiel einen Schiedsrichter zuzuordnen.

Die Crawford-Regel wird in allen Matches angewandt. Sie besagt: Wenn ein Spieler den Matchpunkt (z. B. 10 Punkte in einem 11-Punkte-Match) erreicht hat, darf für ein Spiel, und zwar nur für ein Spiel, der Verdoppelungswürfel nicht benutzt werden. In den nachfolgenden Spielen darf der Verdoppelungswürfel wieder normal benutzt werden.

Während eines Matches hat jeder Spieler das Recht auf Pausen. Die Dauer und Anzahl der Pausen sind von Turnier zu Turnier unterschiedlich. Diese Pausen müssen zwischen zwei Spielen liegen. Eine Unterbrechung während eines laufenden Spieles ist nicht gestattet.

Gespielt wird mit Präzisionswürfel, sofern solche vorhanden sind. Die Turnierleitung behält sich das Recht vor, die Würfel in jedem Match und zu jeder Zeit (auch während eines Spieles) ohne Ankündigung zu tauschen oder durch Präzisionswürfel zu ersetzen.

Spieler haben sich rechtzeitig zu Matchbeginn einzufinden. Strafpunkte für Unpünktlichkeit werden von der Turnierleitung festgesetzt. Diese Punkte werden dem Gegner gutgeschrieben.

Jeder Spieler, der auf einen Gegner warten muss und sich vorübergehend aus dem Spiellokal entfernen will, vereinbart in seinem eigenen Interesse mit der Turnierleitung einen Zeitpunkt, an dem er spätestens wieder im Spiellokal sein und das nächste Match beginnen kann. Ist er zum vereinbarten Zeitpunkt nicht wieder anwesend, so gilt er als verspätet und erhält Strafpunkte.

Ist ein Spieler der Meinung, dass sein Gegner extrem langsam spielt, kann er der Turnierleitung gegenüber einen Protest aussprechen. Ein Mitglied der Turnierleitung oder eine von der Turnierleitung beauftragte Person wird dann das Spiel beobachten. Wird durch die Beobachtung der Protest als berechtigt erkannt, so wird der langsame Spieler verwarnt. Spielt er weiterhin zu langsam, so spricht der Schiedsrichter 1 Strafpunkt gegen ihn aus. Dieser Strafpunkt wird dem Gegner gutgeschrieben. Ein Strafpunkt hat keinen Einfluss auf das laufende Spiel - es sei denn, der Gegner erreicht damit die für den Matchgewinn erforderliche Punktzahl.

Pro Spiel können wiederholt derartige Strafpunkte ausgesprochen werden, falls der Schiedsrichter dies als nötig erachtet. Diese Regel kommt dann häufig zur Anwendung, wenn das Match den zeitlichen Ablauf des Turniers zu stark beeinträchtigt.

Turniermatches haben gegenüber Side-Events (z. B. Jackpot-Turniere) Vorrang.

Beide Spieler und die Turnierleitung können verlangen, dass mit einer Schachuhr und/oder einer Shuffle-Box gespielt wird, falls diese Geräte im Spiellokal zur Verfügung stehen.

Die Aufzeichnung von Finalmatches bei größeren Turnieren passiert oft automatisch und wird auf eine Videoleinwand in einem Extra-Raum übertragen.